Wie geht es den Hummeln?
Hummeln sind echte Schwerarbeiter. Sie bestäuben einen Großteil unseres Obst und Gemüses –sogar noch bei kühlen Temperaturen, wenn Honigbienen längst streiken. Doch die pelzigen, pummeligen Brummer sind bedroht: Über die Hälfte der 41 deutschen Hummelarten steht auf der Roten Liste. Pestizide, Flächenversiegelung, grüne Gärten ohne bunte Blüten, Futtergras statt blühender Wiesen und der Klimawandel machen ihnen das Leben schwer. Da ihre kostenlose Bestäubung ein riesiger wirtschaftlicher Vorteil für uns ist, sollten wir ihre Bedürfnisse besser verstehen, um Hummeln besser schützen zu können.
Helft mit und werdet Hummelforscher!
Vom 20. Juni bis zum 3. Juli ruft der BUND gemeinsam mit dem Thünen-Institut (Bundesforschungsinstitut, berät das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) zur bundesweiten Hummel-Challenge auf. Mitmachen ist denkbar einfach:
- App installieren: Installieren Sie die App ObsIdentify auf Ihrem Smartphone und registrieren Sie sich.
- Entdecken: Suchen Sie Hummeln in der Natur.
- Fotografieren: Nutzen Sie ObsIdentify, um Fotos zu machen.
- Melden: Laden Sie die Bilder in der kostenlosen App ObsIdentify auf die zugehörige Naturmeldeplattform hoch.
Eine integrierte KI erkennt die Hummelart automatisch. Alternativ gelingt das Hochladen am PC über die Plattform Observation.org. Die Daten helfen der Wissenschaft zu verstehen, welche Arten wo überleben. Im Vorjahr waren Erdhummeln und Ackerhummeln Spitzenreiter, aber auch seltene Mooshummeln wurden entdeckt. Einige Hummelarten werden zu Artkomplexen, z.B. dem Erdhummel-Komplex, mit vier unterschiedlichen Hummelarten) zusammengefasst. Die einzelnen Arten eines Artkomplexes sehen sich so ähnlich, dass ein Tier anhand eines Fotos nicht eindeutig einer bestimmten Art zuzuordnen ist. Dazu wäre eine genetische Untersuchung nötig.
Angelika Eckel vom BUND Wesel: „Ich nutze die App ObsIdentify regelmäßig. Die KI erkennt nämlich nicht nur Hummeln, sondern viele andere Pflanzen und Tiere. Zur Beantwortung der Frage „Was blüht da am Wegrand?“ brauche ich keine Bestimmungsbücher mehr zu wälzen, die App ObsIdentify weiß in vielen Fällen, um was es sich handelt – nur bei den ganz kleinen, wenige Millimeter großen, schwarzen Wildbienchen, da wird es schwierig.“
Siehe auch unsere zur Meldung zur Frühlings-Hummel-Challenge.