Mitmachen beim „Mähfreien Mai“

30. April 2026 | Artenvielfalt, Lebensräume

Starte eine Karriere als „Rasenstylist“: Mäher aus, Kreativität an: Gestalte Oasen im Rasen und sichere Dir die Chance auf ein Gartenbuch.

 (© Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen/Thorsten Kranz)

Seit einigen Jahren ruft die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft (DGG) 1822 e. V. zur Aktion „Mähfreier Mai“ auf, um Wildkräutern im Rasen die Chance zu geben zu blühen und Insekten die Chance, diese Blüten zu besuchen. Davon profitieren Wildbienen und Schwebfliegen, mittlerweile dringend gesuchtes Fachpersonal für die perfekte Bestäubung unserer Obstbäume und Gemüsepflanzen, damit diese viele Früchte tragen und unsere Teller auch in Zukunft reichlich gefüllt bleiben.

Mitmachen ist denkbar einfach:

Rasenmäher, Elektrosense und Rasenschere bleiben den ganzen Mai (besser noch länger) ungenutzt in Garage oder Schuppen. Wer weniger mäht, hat mehr Natur im Garten – und mehr Zeit dieselbe im Liegestuhl zu genießen!

Kreative “Rasenfrisuren” für den Artenschutz

Sind die Grashalme gewachsen, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Lassen Sie doch beim nächsten Mähen kleine Inseln mit langen Grashalmen im Rasen stehen! Im Internet lassen sich mittlerweile Foto-Beispiele dieser „Rasenfrisuren“ entdecken. Außer den beliebten Rondellen, ovalen Inseln und Zickzack- oder Wellenlinien lachen in manchen Gärten Langhalm-Smileys den Gartenbesucher an und verbreiten selbst dann noch gut Laune, wenn die Sonne mal nicht scheint. Besonders schön wirken diese Grasinseln in Kombination mit einem Staudenbeet – am besten aus heimischen Wildstauden oder alten Bauerngartenblumen.
Von „Rasenfrisuren“ profitieren übrigens viele tierische Gartenbewohner, zum Beispiel die Drohnen einiger Wildbienenarten. Während die Bienenweibchen die Nacht im Nest verbringen, das sie für ihren Nachwuchs anlegen, müssen sich die Männchen woanders einen Schlafplatz suchen. Manche Arten bevorzugen Blüten, z.B. die der Glockenblume, andere, wie die Drohnen der Furchenbienen, beißen sich an langstieligen Grashalmen fest und verbringen dort die Nacht.

Wie wäre es mit einer Karriere als Rasenstylist?

Mitmachen und gewinnen: Schicken Sie uns ein Foto ihrer „Rasenfrisur“, seien es Rondelle, Herzen oder ein Donut, in dessen Mitte ein alter Baumstamm oder ein schöner Blumenkübel steht. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Stylisten der drei schönsten „Rasenfrisuren“ erhalten von uns das Buch „Wildlife Gardening“ von Dave Goulson. Mit der Einsendung eines Fotos (E-Mail: natur(at)bund-wesel.de) erklären Sie sich bereit, dieses dem BUND für Veröffentlichungen zur Verfügung zu stellen. Einsendeschluss: 15. August 2026.

 

Wer mehr über den Wert von Oasen im Rasen erfahren möchte, kann sich unseren neuen Flyer Die Wunderwelt der Gräserherunterladen.

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