Landesdelegiertenversammlung BUND NRW 2025

03. November 2025

Inhaltlicher Schwerpunkt war die Klimaschutzpolitik in Bund und Land.

Viele Menschen stehen mit Fahnen und Transparent "CCS stoppen" auf einer Treppe und schauen kämpferisch in die Kamera BUND-Landesdelegiertenversammlung NRW gegen CCS.  (Foto: Julia Stratmann)

Die Delegierten aller NRW-Kreisgruppen und der BUNDjugend trafen sich am gestrigen Sonntag in Essen, um über wichtige inhaltliche Themen zu beraten und turnusgemäß einen neuen Landesvorstand zu wählen.

Holger Sticht bleibt für weitere drei Jahre Landeschef des BUND NRW und geht mit seiner Wiederwahl in seine fünfte Amtszeit als Landesvorsitzender. Erneut zu seinen Stellvertretenden gewählt wurden Kerstin Ciesla (Duisburg) und Thomas Krämerkämper (Castrop-Rauxel). Im Amt bestätigt wurde auch der langjährige Schatzmeister Klaus Brunsmeier (Halver). Als Beisitzer*innen im Vorstand wählten die Delegierten Birgit Lutzer (Gütersloh), Adalbert Niemeyer-Lüllwitz (Bielefeld), Nicola Quarz (Köln) und Henning Walther (Grevenbroich). Die BUND-Jugend NRW wird im Vorstand weiterhin von Leonie Raeune vertreten.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt der LDV war die aktuelle Klimaschutzpolitik – insbesondere die geplante Abscheidung und Speicherung von CO₂ (Carbon Capture and Storage – CCS). Wir erwarten von unserer Landesregierung, dass sie auf CO₂-Vermeidung, grünen Wasserstoff und eine echte Kreislaufwirtschaft setzt anstatt auf riskante Scheinlösungen. Darüber hinaus bekräftigte die LDV unsere Forderung, das Nature Restoration Law (NRL) konsequent umzusetzen. Dieses Gesetz sieht vor, dass europaweit mindestens 20 Prozent der Land- und Meeresfläche bis zum Jahr 2030 renaturiert werden. Doch dafür braucht es einen stärkeren Einsatz unserer Landesregierung. Wir fordern, dass die Wiederherstellung der Natur in NRW konkretisiert, angemessen gefördert und flächenhaft umgesetzt wird.

Mit großer Mehrheit sprachen sich die Delegierten zudem gegen die geplanten Castortransporte von Jülich nach Ahaus aus. Das Vorhaben von Bundes- und Landesregierung ist unnötig, unsicher und riskant – insbesondere angesichts maroder Verkehrsinfrastruktur und der dicht besiedelten Transportstrecken. Wir fordern stattdessen, das Zwischenlager in Jülich zu ertüchtigen und vor Ort ein neues, sicheres Lager zu errichten.

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