Die Teilnehmer des BUND-Kreisgruppenforums in Düsseldorf. Vorne, siebente von rechts Regina Großefeste, in der Reihe direkt dahinter im hellen Pullover Angelika Eckel von der BUND-Kreisgruppe Wesel.
(© Philipp Kotthoff)
Diejeningen aus unserem Verband, die für ihre Kreisgruppe zum Kreisgruppenforum des BUND NRW fahren, freuen sich jedes Mal auf das Treffen mit anderen Aktiven und den Austausch von Ideen und Erfahrungen.
Gerade in letzter Zeit finden eine ganze Reihe politischer und gesellschaftlicher Entscheidungen im Umwelt-, Klima- und Naturschutz nicht unseren Beifall. Und auch wenn politische Fehlentscheidungen uns wütend machen, sprachlos machen sie uns nicht. Hier auf dem Kreisgruppenforum ist es zu fühlen: “Gemeinsam können wir etwas bewegen”. Wir bleiben hartnäckig in der Sache, weil es nicht um uns, sondern um Umwelt, Klima und Naturschutz geht.
Dazu passten auch die mutmachenden Vorträge von Regine Becker (Landesbüro der Naturschutzverbände in NRW), Dr. Martin Grund und Achim Baumgartner. Regine Becker gab allen Anwesenden einen engagierten und informativen Einblick in die Arbeit des Landesbüros. Dr. Grund stellte seine Arbeit am Projekt “Wiedervernässung der bergischen Heideterrasse” vor, das ehemalige und heute entwässerte Moorflächen wiederherstellt. Mit seinen dort gewonnenen Erfahrungen soll die Wiedervernässung von ehemaligen Moorgebieten in Zusammenarbeit mit den Kreisgruppen vor Ort auf weitere Flächen in NRW ausgerollt werden. Ein wichtiges Merkmal seiner Vorgehensweise sind minimalinvasive Eingriffe in Bachläufe und Entwässerungsgräben zur Wiederherstellung eines Moores. Bagger, Trecker, eigentlich alles was Räder hat, kommt nicht zum Einsatz - die vorhandene Natur wird geschont. Ein Verfahren, bei dem der BUND NRW federführend ist. Achim Baumgartner berichtete anschließend über die Arbeit der BUND Naturschutzstiftung, die nicht nur jedes Jahr gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen einen besonderen Schmetterling zum Schmetterling des Jahres kürt, sondern auch den Erwerb und die Unterhaltung von Flächen, die für die Natur und Artenvielfalt von Bedeutung sind, tätigt und kordiniert. Der Schmetterling des Jahres 2026 ist übrigens der Dunkle Wiesenknopf Ameisenbläuling.
Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND NRW, gab den Ausblick, dass das Projekt zur Wiederansiedlung des Luchs in NRW erfolgreich läuft und hier eine weitere Luchsfachfrau, bzw. ein weiterer Luchsfachmann im Rahmen des Projektes gesucht wird. Das ebenfalls erfolgreiche Projekt “Spurensuche Gartenschläfer” war ausgelaufen. Hier wird es in absehbarer Zeit ein Nachfolgeprojekt geben, das nicht nur den Gartenschläfer im Fokus hat, sondern auch andere Kleinsäuger wie den Igel, der erst vor gut einem Jahr als “gefährdet” auf der Roten Liste eingestuft wurde.
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