BUND-Kreisgruppe Wesel

Deutschland zählt Igel und Maulwurf

13. Mai 2024

Wie schon letztes Jahr im September sind bei dem Citizen-Science-Projekt alle aufgerufen, Beobachtungen von Igeln und Maulwürfen zu melden, um ein bundesweites Monitoring dieser beiden Tiere durchzuführen und so einen Überblick über ihren Bestand zu erlangen.

Aktion "Deutschland zählt Igel und Maulwurf" Aktion "Deutschland zählt Igel und Maulwurf"

Igel und Maulwürfe, bzw. deren Haufen gesucht

Ab dem 17. Mai werden zum zweiten Mal wieder bundesweit Igel und Maulwürfe, bzw. deren Haufen gezählt. Letzte Jahr fand im September die erste bundesweite Zählung überhaupt statt. Das IZW Berlin (Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung) hat dieses Citizen Science Projekt ins Leben gerufen, um einen Überblick über Deutschlands Igel- und Maulwurfspopulationen zu erhalten. Zehn Tage lang, also bis zum 26. Mai kann jeder seine Beobachtungen auf der Seite https://NABU-naturgucker.de/igel melden.

Zur Verbreitung des Igels und seines kleinen Verwandten, des Maulwurfs, gibt es in Deutschland überraschend wenige Daten, was sich zukünftig durch dieses Citizen-Science-Projekt ändern soll.

Gesunde Igel sind nach Anbruch der Dämmerung und nachts unterwegs. Wenn ihr regelmäßig Igelbesuch im Garten habt, könnt ihr versuchen, diesen mit einem Foto zu dokumentieren. Viele Igel bekommen wir aber gar nicht erst zu sehen. Anzeichen, dass ein Igel im Garten unterwegs ist, ist sein Kot: kleine kinderfingerdicke schwarze Würstchen. Wer eine Wildkamera besitzt kann versuchen, diese des Nachts dort aufzustellen, wo ein Igel vermutet wird. Dazu die Wildkamera am bestens auf ein Stativ montieren und dieses ganz herunterschrauben, so dass ein bodennaher Aufnahmebereich erreicht wird.

Maulwürfe sind schwieriger zu entdecken. Aber ihre Erdhügel, deren Eingang im Gegensatz zu Wühlmaushügeln nahezu senkrecht in den Boden führt, sind ein guter Nachweis von Vorkommen des beinahe blinden Buddlers.

Bei der zehntägigen Aktion sollen ausdrücklich auch tote Tiere gemeldet werden, die beispielsweise dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen sind.

In Großbritannien gibt es bereits seit über 20 Jahren ein landesweites Igelmonitoring unter breiter Beteiligung von Bürgerwissenschaftlern, das „National Hedgehog Survey“. Nach dem Start der ersten deutschlandweiten Untersuchung im September 2023 soll das Monitoring künftig zweimal im Jahr stattfinden.

Zumindest den Igeln geht es nicht überall gut, da die kleinen Insektenfresser auch unter dem Insektenmangel leiden. Gartenbesitzer können Igeln helfen, indem sie einen Totholzhaufen anlegen. Totholz ist die Kinderstube viele Käferarten und Käfer stehen auf Igels Speisekarte ganz oben. Das natürliche Futter ist für Igel besser als jedes Ersatzfutter.

Aktuelle Fakten rund um den Igel gibt's in unserem aktuellen Infoblatt:

"Der Igel, unser Nachbar und Wildtier I"
"Der Igel, unser Nachbar und Wildtier II"

 

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