BUND-Kreisgruppe Wesel

Der Öko-Weihnachtsbaum

23. November 2021 | Nachhaltigkeit

Pestizidfrei? Ein Öko-Weihnachtsbaum ist oft nur wenig teurer, jedoch bleibt euer Wohnzimmer frei von Schadstoffen und die Umwelt wird geschont ......

Im Winterbald  (© F. Bachinger/ Pixabay)

Massiver Einsatz von Pestiziden in konventionellen Weihnachtsbaumplantagen

Ca. 90 Prozent aller Weihnachtsbäume wachsen unter massivem Einsatz von Dünger und Pestiziden auf Intensiv-Plantagen. Dort wird stark gespritzt und gedüngt – zum Schaden von Tieren, Pflanzen, Gewässern und Böden. Als der BUND-Bundesverband stichprobenartig die Nadeln von Weihnachtsbäumen an deutschen Verkaufsstellen testen ließ, wurden bei 76 Prozent der analysierten Bäume neun verschiedene Pestizide gefunden – fünf davon zählen zu den gefährlichsten, die derzeit in der EU eingesetzt werden. Doch es gibt ökologische Alternativen.

Zum hohen Pestizideinsatz kommt der Flächenverbrauch: Allein in Deutsch-land nehmen die Monokulturen bis zu 50.000 Hektar in Beschlag. Diese Flächen wären aus Sicht von Umwelt-schützern besser für "echte" Wälder und Natur oder für den Nahrungs-mittelanbau eingesetzt.

Doch es gibt Alterbativen: Der Öko-Weihnachtsbaum

Wer auf einen Weihnachtsbaum nicht verzichten möchte, sollte zu einem Baum aus ökologischer Waldwirtschaft oder aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen greifen. Dies sind FSC-zertifizierte Forstbetriebe, sowie Baumschulen, Gärtnereien und Biohöfe, die nach den erweiterten Richtlinien der Öko-Verbände Demeter, bzw. Bioland oder den Basis-Anforderungen des EU-BIO-Siegels produzieren. Hier darf z.B. das Unterholz noch wachsen und teilweise handelt es sich um Bäume aus Mischwaldkulturen. Das schlägt sich im Wuchs nieder, der nicht immer ganz so gerade ist, wie bei einem Baum aus einer Plantage, wo das Unterholz entfernt wird. Dafür hat so ein Öko-Baum einfach mehr Charakter! Er ist zwar etwas teurer, jedoch bleibt das Wohnzimmer frei von Schadstoffen, die Umwelt wird geschont und in den ökologischen Anbauflächen finden viele Tiere ein Zuhause.

Wo gibt es Öko-Weihnachtsbäume im Kreis Wesel?

  • Bäume aus heimischem FSC-Wald vom Forstamt Wesel:
    Das Forstamt Wesel richtet am 4 Adventswochenende (18. und 19. Dez., 10:00 – 16:00 Uhr) einen Weihnachtsbaumverkauf Nähe Malberg ein. B58, Abfahren Malberger Straße, Gasthof Pannebecker vorbei und der Ausschilderung folgen. Wegen Corona ist Zahlung nur mit EC-Karte möglich, nicht mit Bargeld.
  • Demeter Weihnachtsbäume aus dem Sauerland:
    Auf Vorbestellung bis 5. Dezember. Beim Tinthof in Voerde (Tel.: 01727348731, 46562 Voerde-Spellen, Weseler Str. 7) und beim Schanzenhof in Alpen-Veen (Tel.: 02802-6306; 46519 Alpen-Veen, Winnenthaler Str. 41) können Bäume der Demeter-Waldgärtnerei am Odin, 59846 Sundern im Sauerland vorbestellt werden.

  • Bio-Weihnachtsbäume in Dorsten: Beim Poco-Markt, Marler Str. in Dorsten werden in der Zeit vom 6. Dez. – ca. 18. Dez. Bio-Weihnachtsbäume des Bio-Betriebs Peter Quast aus 57482 Wenden, ebenfalls Sauerland, angeboten.

  • Duisburger Norden: Der Biolandbetrieb Enninghorst, Obere Holtener Straße 62b, 47167 Duisburg, Tel.: 0203-984086013, bietet Weihnachtsbäume aus dem Biolandbetrieb Stefan Lüdenbach aus 51766 Engelskirchen an.

Bezugsquellen für das gesamte Bundesgebiet

Eine jährlich aktuelle Liste von Bezugsadressen für ökologische Weihnachtsbäume findet ihr auf der Seite der Umweltorganisation Robin Wood.

 

 

 

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