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BUND-Kreisgruppe Wesel

BUND-Wildblumen-Saatgutmischung für eine kleine Insekten-Oase im Garten

25. April 2019 | Artenvielfalt, Insekten

Ab sofort ist eine BUND-Wildblumen-Saatgutmischung für eine kleine Insekten-Oase im Garten (ausreichend für 1-2 Qudratmeter) in der Stadt-Info in Wesel erhältlich.....

BUND Wildblumen-Saatgutmischung  (© Klaus Eckel)

Artenvielfalt erhalten und Insekten schützen: Wildblumen im Garten –jeder Quadratmeter zählt!

Insekten sind eine Gruppe der Superlative: Sie stellen drei Viertel aller Tierarten, weisen die größte Vielfalt an Formen, Farben und Verhaltensweisen auf und bevölkern Lebensräume an Land, unter der Erde, im Wasser und in der Luft. Und sie sind bedroht. Seit die sog. Krefelder Studie des Entomologischen Vereins Krefeld im Herbst 2017 einen Rückgang der Biomasse der Fluginsekten von 75% in Naturschutzgebieten (so auch auf der Bislicher Insel) belegte, war das Entsetzen sowohl in der Fachwelt als auch in der Öffentlichkeit  groß.

Wie können wir den Insekten helfen?

Die Politik tut sich schwer, endlich wirksame Maßnahmen gegen das Insektensterben zu veranlassen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir unsere heimische Insektenpopulation in unseren Gärten oder auf dem Balkon bei der Nahrungssuche und mit der Schaffung von Nist- und Rückzugsmöglichkeiten unterstützen.

Wildblumen Saatgutmischung vom BUND

Dazu hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Mischung heimischer Wildpflanzen-Samen zusammengestellt. Heimische Wildpflanzen produzieren in hohem Maße Nektar und ihre Staubblätter - also die Pollen – sind für Insekten gut erreichbar. Während der langen Zeit der Evolution haben sich Blütenformen und Insekten aneinander angepasst. Pflanzen aus gärtnerischer Zucht werden dagegen nach Schönheit und Aussehen der Blüte selektiert und nicht nach Nektarangebot und Pollenverfügbarkeit.

Jeder Quadratmeter zählt

Wer ein Plätzchen im Garten frei hat und den Insekten helfen möchte, kann sich in der Stadt-Info Wesel ein Wildblumen-Samentütchen – ausreichend für 1-2 m2 Fläche – abholen.
Hier klicken: Zusammensetzung des Wildblumen-Saatguts
Auch eine vorhandene, aus Sicht der Insekten sterile grüne Rasenfläche lässt sich aufwerten: Dazu im Rasen Rasenziegel ausstechen, möglichst viele Wurzeln entfernen zur Abmagerung des Bodens ein lockeres Sand-Kiesgemisch auftragen und mit dem Untergrund vermengen. Vor der Aussaat (günstig Mai/Juni) den Boden ungefähr eine Woche ruhen lassen. Nach der Aussaat feucht halten.

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss:

Die Saatgutmischungen sind für die Aussaat in privaten Gärten gedacht. Wer damit eine öffentliche Grünfläche verschönern möchte – auch das ist möglich - setze sich bitte vorher mit der ASG in Verbindung. 

 

Naturbeobachtungen im eigenen Garten

In einem Garten mit Wildblumen, einigen Stauden sowie einem Insektenhotel in geschützter Lage an der Hauswand (möglichst Südseite) lassen sich viele interessante Beobachtungen machen. Seit Ende März dieses Jahres sind Mauerbienen aktiv, die ihre Brutkammern gern in den Schilfhalmen oder bambusröhren der Insektenhotels bauen. Ein eher seltener Gast – zum Glück für die Mauerbienen – ist die Gemeine Goldwespe, hier auf dem Dach eines Insektenhotels. Die Gemeine Goldwespe legt ihre Eier in den Brutkammern der Mauerbienen ab; die geschlüpften Larven der Goldwespe fressen erst das Ei, bzw. die Larve der Mauerbiene, falls diese schon geschlüpft ist und machen sich dann über die Honig- und Pollenvorräte her, die die Mauerbiene für ihren Nachwuchs angelegt hat. Je mehr unterschiedliche Pflanzen im Garten wachsen und blühen, desto größer ist auch die Anzahl der Insektenarten, die sich beobachten, und mit einigem Geschick auch fotografieren lassen. Die Rote Mauerbiene (Osmia bicornis) wurde übrigens zum Insekt des Jahres 2019 gewählt.

Nachtrag: 09.05.2019
Die Wildblumen-Samentütchen vom BUND sind leider vergriffen.

 

Naturbeobachtungen am Insektenhotel im warmen Frühjahr 2019

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