Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND-Kreisgruppe Wesel

Arbeitskreis Insektenschutz Wesel

Arbeitskreis Insektenschutz Wesel: Oasen für Insekten schaffen

Der Arbeitskreis Insektenschutz Wesel: Blüten für Wesel - Oasen für Insekten. Auf dem Bild sieht man eine Hummel am Fingerhut Flyer: Bringen Sie Wesel zum Blühen

Die BUND-Kreisgruppe Wesel beteiligt sich beim Arbeitskreis Insektenschutz der Stadt Wesel. 

In den letzten 25 Jahren sind drei Viertel unserer Insekten verschwunden – auch bei uns am Niederrhein.

Doch nicht nur Insekten, auch die Blütenpracht auf Wiesen, in Gärten und Grünanlagen hat abgenommen. Bei Vögeln zeigt sich ebenfalls ein dramatischer Rückgang, denn es herrscht Futtermangel während der Brutzeit. Den Vogeleltern fehlt für die Aufzucht ihrer Jungen proteinreiche Kost: Insekten.

Handeln - wenn nicht jetzt, wann dann?

Wenn wir jetzt nicht gemeinsam handeln, riskieren wir das Verschwinden der so wichtigen Bestäuberinsekten. Deshalb haben sich in Wesel die Stadtverwaltung (Klimaschutzmanagerin), die ASG (Abt. Grünflächen) und die Naturschutzverbände BUND Kreisgruppe Wesel, NABU Kreisgruppe Wesel und die Regionalgruppe Rhein-Ruhr des Naturgarten e.V. zum Arbeitskreis "Insektenschutz und ökologische Flächenentwicklung Wesel" zusammengeschlossen.

Insekten lieben naturnahe Gärten mit ein paar verwilderten Ecken

Unser Ziel ist es, in der Stadt Wesel Oasen für Insekten zu schaffen. Außerdem  möchten wir weitere Mitstreiter motivieren, uns nachzueifern, denn im Garten und auf dem Balkon können wir einiges für die Insekten- und  Vogelwelt tun, - und das ist gar nicht schwer:

Damit die die pollen- und nektarsammelnden Insekten Zugang zu ihren Nahrungsquellen haben, wählen wir heimische Sträucher und Stauden mit offenen, dass heißt nicht gefüllten Blüten. Den Einkauf im Gartencenter mit Pflanzen im Außenbereich erledigen wir an einen warmen, sonnigen Tag und entscheiden uns für Pflanzen, die dort von Insekten gut besucht sind. Dann wird es nicht lange dauern, bis Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele andere Insekten unsere Garten- oder Balkonoase entdecken werden. In den Broschüren auf dieser Seite werden viele geeignete Pflanzen mit Namen und Foto vorgestellt.

Eine Blumenwiese - und im Garten summt's und brummt's

Wer noch mehr tun möchte, kann in seinem Garten eine Blumenwiese anlegen.
Jeder Quadratmeter zählt! Im Handel gibt es eine ganze Reihe von Saatmischungen zu kaufen. Nicht alle sind empfehlenswert. Viele enthalten Zuchtformen oder ausländische Pflanzen, mit denen unsere einheimischen Insekten nicht immer etwas anfangen können. Es gibt auch Saatmischungen, für spezielle Insektenarten, z.B. Schmetterlinge. Es werden allerdings nur die Schmetterlinge kommen, die sich in der Nähe aufhalten, im städtischen Siedlungsbereich ist die Artenvielfalt nicht groß und so können nicht viele unterschiedliche Arten beobachtet werden. Spannender ist es auf jeden Fall, eine Saatmischung für das gesamte Insektenspektrum auszubringen und regionales Saatgut, d.h. Saatgut von heimischen Pflanzen zu bevorzugen. (Näheres in der Broschüre ("Gefährdete Wildbienen - NISTHILFEN BAUEN UND LEBENSRÄUME SCHAFFEN" der BUND Kreisgruppe Rotenburg).

Nicht jedes Insektenhotel ist geeignet 

Insekten müssen nicht nur vom Frühjahr bis in den Herbst hinein ausreichend Nahrung finden können, geeignete Nistgelegenheiten sind ebenfalls wichtig. Dabei haben die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt, dass viele Insektenhotels, die vom Handel angeboten werden nicht empfehlenswert sind. Insektenhotels, die Abteile mit Heu, Stroh, Zapfen oder ähnlichem Material enthalten, bieten Ohrwürmern (oder „Ohrenkneifer“) Unterschlupf. Diese Insekten sind Allesfresser. Es macht daher keinen Sinn, sie gleich neben den Röhren anzulocken, die Wildbienen für ihre Brut nutzen.(Mehr dazu in der Broschüre ("Gefährdete Wildbienen - NISTHILFEN BAUEN UND LEBENSRÄUME SCHAFFEN" der BUND Kreisgruppe Rotenburg). 

 

 

Mehr Lesestoff:

BUND-Broschüre Pflanzen für Wildbienen Broschüre Pflanzen für Wildbienen (BUND)
Broschüre Bienenfreundliche Pflanzen für Garten und Balkon des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Broschüre Bienenfreundliche Pflanzen für Garten und Balkon (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft)
Manfred Radtke: Gefährdete Wildbienen - Broschüre der BUND-Kreisgruppe Rotenburg Broschüre der BUND-Kreisgruppe Rotenburg

In dieser Broschüre ist alles Wissenswerte über Nistplätze für Insekten und insbesondere über empfehlenswerte Insektenhotels zu finden.
Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit der Anlage eines Blühstreifens und der Auswahl des richtigen Saatguts.

BUND: Nationaler Bienenaktionsplan - Unsere Wildbienen sind in Gefahr, ein Mitverursacher ist die intensive Landwirt­schaft mit ihrem hohen Pesti­zidein­satz. BUND: Nationaler Bienenaktionsplan

BUND-Bestellkorb